Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Bibliotheken der Stadt Mainz
Kopfillustration Bibliotheken
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen
Sie befinden sich hier:
  1. [index]
  2. Aktuelle Veranstaltung

Aktuelle Veranstaltung

Mittwoch, 5. Juni 2019, 18.30 Uhr

Kämpfe und Träume - Victor Hugos politisch-philosophische Lyrik

Ein dichterisches Monument wie Goethe für Deutschland ist Victor Hugo für die Franzosen. Er hinterlässt ein umfangreiches Werk aus Dramen, Romanen, Gedichtsammlungen und Pamphleten. Aber Victor Hugo war nicht nur Schriftsteller, sondern Mann der politischen Tat. Anfangs dem Königtum zugeneigt, wurde er bald überzeugter Republikaner, engagierte sich als Abgeordneter der Nationalversammlung, musste wegen seiner Opposition zu Napoleon III. viele Jahre im Exil verbringen, kämpfte vehement gegen die Todesstrafe, half den Verurteilten der Pariser Kommune und entwickelte schon früh die Idee eines vereinten Europa. Die Veranstaltungsreihe Victor Hugo – der Europäer beleuchtet einige der wichtigsten Aspekte im Werk und in der Gedankenwelt dieses großen europäischen Humanisten. Die Lesung in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek beendet die Reihe und ist der politisch-philosophischen Lyrik gewidmet.

Das umfangreiche poetische Werk Victor Hugos ist in deutscher Übersetzung praktisch nur noch in Bibliotheken greifbar, nämlich in den Buchausgaben des 19. Jahrhunderts, etwa den Nachdichtungen von Ferdinand Freiligrath. Von den "Oden und Balladen", der ersten Sammlung früher Gedichte (1828), über die Imaginationen "Aus dem Morgenland" (Les orientales, 1829) und die von persönlichen Erfahrungen geprägten "Betrachtungen" (Les contemplations, 1856) bis zur dreibändigen "Sage von den Jahrhunderten" (La légende des siècles, 1859 bis 1883) spannt sich ein Bogen philosophischer Gedanken, die immer wieder mit starken Naturbildern und optischen Impressionen angereichert sind. Victor Hugo sinniert über den Lauf der Geschichte, die er als "bitteres Epos der Menschheit" versteht, entwickelt eine teils magisch-okkulte Weltdeutung, nutzt aber auch Mittel der politischen Satire. Den Dichter sieht er als Priester und Führer, der aber dem Schicksal der "Tristesse auf dem Olymp" ausgeliefert ist.

Günter Minas ist freier Autor, Kulturveranstalter, Produzent und Ausstellungskurator. 1997 gründete er zusammen mit seiner Frau Christiane Schauder die Kunstbiennale "...3xklingeln!". Zuletzt verantwortete er 2018 in Mainz die Veranstaltungsreihe "Der Fall Rimbeaud" und "vrowenlob".

Martin Herrmann, geboren in Mannheim, erhielt seine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Festengagements führten ihn an die Theater in Nürnberg, Neuss, Heilbronn und Augsburg. Seit der Spielzeit 2014/15 ist er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz.


Im Lesesaal der Stadtbibliothek, Einlass ab 18 Uhr, Eintritt frei, Spenden willkommen.

Bitte beachten Sie, dass bei dieser Veranstaltung nur ein begrenztes Angebot an Sitzplätzen zur Verfügung steht. Während dieser Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen gemacht, die für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien (Print und Online/Social Media) veröffentlicht werden können. Bitte wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn Sie hiermit nicht einverstanden sind. Ausführliche Informationen zur Verwendung Ihrer Daten: www.mainz.de/dsgvo

Adresse

Wissenschaftliche Stadtbibliothek
Rheinallee 3 B
55118 Mainz
Telefon
+49 6131 122649
E-Mail
stb.direktionstadt.mainzde

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie unter 'Datenschutz'.

'Datenschutz'