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Fortsetzung: DFG-Projekt Handschriftenkatalogisierung

Das DFG-Projekt Handschriftenkatalogisierung geht in die zweite Phase. Kunsthistoriker Dr. Christoph Winterer bearbeitet in den kommenden vier Jahren weitere 258 Codices.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt zur Erschließung der Handschriften in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek wird weitergeführt. Der Kunsthistoriker und Handschriftenspezialist Dr. Christoph Winterer sichtete und katalogisierte von 2017 bis 2019 insgesamt 259 Handschriften aus dem Bestand der Bibliothek und machte dabei herausragende Funde. In diesem Jahr erhielt die Stadtbibliothek erneut eine Zusage der DFG zur finanziellen Förderung der Erschließung von weiteren 258 Codices. Mehr als 130.000 Euro stehen dafür zur Verfügung.

„Wir sind sehr dankbar für diese beträchtliche Summe und freuen uns, dass die wissenschaftliche Erfassung und Katalogisierung dieser einzigartigen Handschriften weitergeht. Wir tragen gerne diese große Verantwortung und sind stolz auf den unersetzlichen Wert unserer wertvollen Bestände“, sagt Kulturdezernentin Marianne Grosse.

Die von Hand geschriebenen und verzierten Bücher des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind ein besonderer Schatz von historisch gewachsenen Bibliotheken wie der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz. Jede dieser Handschriften ist einzigartig – das macht ihren Wert aus. Die Stadtbibliothek Mainz zählt mit über 1.000 derartigen Werken zu den zehn größten Handschriftenbesitzerinnen unter den deutschen Bibliotheken. Innerhalb der Stadt nimmt sie sogar mit Abstand die Spitzenposition ein. Die Einzigartigkeit jeder Handschrift fordert ganz besondere Anstrengungen und viel Expertise. Die immense Herausforderung einer wissenschaftlichen Aufarbeitung großer Bestände können die Bibliotheken nicht mit eigenen Mitteln bestreiten. Schon seit den 1960er-Jahren fördert deswegen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Entstehen von Handschriftenkatalogen in vielen deutschen Bibliotheken. Die Stadtbibliothek Mainz wurde von 1980–2007 bei der Bearbeitung von 500 Bänden unterstützt. Diese Arbeit wurde in der Zeit von 2017 bis 2019 durch Dr. Christoph Winterer fortgesetzt.

Zur Ermöglichung der finanziellen Unterstützung durch die DFG hatten sich drei Mainzer Mäzene an der Deckung des Eigenanteils der Bibliothek beteiligt: Das Bistum Mainz, die Gerd und Margarete Krämmer-Stiftung sowie der Förderverein Mainzer Bibliotheksgesellschaft. Für den zweiten Abschnitt, der seit Anfang November 2020 läuft, fördert die DFG das Projekt mit mehr als 120.000 Euro. Diesmal beteiligt sich das Landesbibliothekszentrum in Koblenz mit 10.000 Euro.

„Es ist ein großes Glück, dass wir mit unserer Katalogisierung fortfahren können! Dass die DFG das Projekt weiterhin fördert, zeigt die Bedeutung der mittelalterlichen Buchbestände der Stadtbibliothek, und zwar nicht nur für Mainz“, so Handschriftenspezialist Dr. Christoph Winterer.

Das DFG-Projekt ist auf vier Jahre angelegt. Nach dessen Abschluss sollen alle Handschriften katalogisiert sein, die sich im Besitz der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek befinden.


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