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Führung durch die Ausstellung "Expedition Custine"

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 17 Uhr, Eintritt frei.
Dr. Dr. Mark Scheibe führt durch die aktuelle Ausstellung "Expedition Custine" in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek.
Freiheitsbaum
© Mark Scheibe

Im Frühherbst 1792 gelangte ein französisches Revolutionsheer unter General Adam-Philippe Custine nahezu ohne Widerstand über die Rheinpfalz, Rheinhessen und Mainz bis in Hunsrück, Taunus und Wetterau. Zwei wesentliche Ziele verfolgte Frankreich mit diesem Feldzug: Die junge Republik und ihre Errungenschaften sollte vor ihren Grenzen verteidigt werden. Außerdem galt es sich dieser neuen Gesellschaftsordnung anzuschließen und die Grundlage für vom Volk gewählte Parlamente zu schaffen – weg von der Ständegesellschaft und den feudalen Vorrechten. So lautete auch die Vorgabe an General Custine „Krieg den Palästen, Friede den Hütten“. Doch Custine und seine militärischen und zivilen Mitstreiter scheiterten an dem Ziel, der Region die neue Demokratie beizubringen. Zwar wurde mit dem kurzlebigen Rheinisch-Germanischen Nationalkonvent, besser bekannt als Mainzer Republik, im März 1793 ein erstes, vom Volk gewähltes Parlament errichtet. Doch sein Zustandekommen mittels Zwangseiden und Zwangswahlen, getragen nur von einer Minorität der Bevölkerung, lässt einen Vergleich mit den demokratischen Bewegungen von 1830, 1848/49, der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland nicht zu. Die schon von Zeitgenossen so genannte „Expedition Custine“ endete mit der Kapitulation von Mainz am 22. Juli 1793.

Dr. Dr. Mark Scheibe hat nun erstmals die Ereignisse rund um die Expedition Custine und ihre Folgen, die sich nun schon zum 225. Mal jähren, für die Wanderausstellung in ihrem gesamten geographischen Ausmaß aufgearbeitet. Am 18. Oktober um 17 Uhr führt er durch die Ausstellung. Treffpunkt: Foyer der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek. Eintritt frei.