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Mainzer Notfallverbund

Seit Februar 2016 gibt es einen dritten Notfallverbund in Rheinland-Pfalz: Nach Koblenz und Speyer hat die Stadt Mainz eine Solidargemeinschaft für den Notfall ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren vier Kultureinrichtungen in städtischer Trägerschaft: die Wissenschaftliche Stadtbibliothek, das Stadtarchiv, das Gutenberg-Museum und das Naturhistorische Museum.

Die Gründungsmitglieder unterzeichneten am 2.2.2016 die „Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Archiven, Bibliotheken und Museen“ und verpflichteten sich damit, sich im Notfall mit Personal, Material, Infrastruktur und Erfahrung zu unterstützen.

Am 17.11.2017 wird die Solidargemeinschaft über den kommunalen Bereich hinaus um zwei große und gewichtige Einrichtungen erweitert, die ihren Sitz in Mainz haben: das Römisch-Germanische Zentralmuseum sowie Archiv und Bibliothek des rheinland-pfälzischen Landtags.

Damit sind die seit 2005 laufenden Gespräche und Planungen zu einem sehr respektablen Ergebnis gelangt. Initiiert und koordiniert wurden sie durch die Notfallbeauftragte und stellvertretende Amtsleiterin der Stadtbibliothek, Dr. Annelen Ottermann.

Die vier städtischen Kulturämter trafen sich über einen längeren Zeitraum, formulierten ihren Bedarf, entsandten MitarbeiterInnen zu Fortbildungen und verständigten sich mit FachkollegInnen. Sie passten die andernorts bewährten Konzepte und Modelle an den eigenen Bedarf, die jeweiligen räumlichen und personellen Möglichkeiten und den Charakter der Bestände an. Jedes Haus rekrutierte NotfallhelferInnen, schaffte die Ausrüstung für den Notfall an, stellte Ablaufpläne auf und tauschte diese Unterlagen untereinander aus. Man verpflichtete sich zur Aktualisierung der Pläne, zur regelmäßigen Schulung der HelferInnen und machte sich mit den Räumlichkeiten der anderen Partnereinrichtungen bekannt.

Diese Schritte müssen nun auch von den neuen Mitgliedern geleistet werden – in beiden Häusern wurde damit begonnen, etwa durch Anschaffung der Notfallboxen. Der Haustechniker der Stadtbibliothek, Herr Dörrhöfer, steht allen Beteiligten wie bisher für alle Fragen zur Verfügung und lässt sie gerne an seinen Erfahrungen und Kenntnisse teilhaben. Für 2018 ist auch eine von ihm begleitete gemeinsame Schulung aller Notfallbeauftragten in Planung.

Mit der Konstituierung des "Notfallverbunds Mainz" soll auch ein Signal nach außen in mehrere Richtungen gesetzt werden: an die Bürgerschaft, die diese Institutionen benutzt und schätzt, an die politischen Gremien, die durch diesen formalen Akt vom verantwortlichen Umgang mit dem Kulturellen Erbe in den einzelnen Häusern erfahren, und an vergleichbare Einrichtungen in anderen Städten und Bundesländern, die auf die Gutenbergstadt blicken.

Die vier städtischen Einrichtungen entschlossen sich frühzeitig, den Kreis nicht zu eng zu ziehen, sich vielmehr bewusst nach außen zu öffnen und beteiligte Institutionen in anderer Trägerschaft an den Planungen zu beteiligen.

Die im Februar 2016 formal bestätigte "städtische Kompetenzbasis für den Notfall" war ein Ausgangspunkt, kein Schlusspunkt.

Dies wurde durch die aktuelle Erweiterung des Notfallverbundes eindrücklich gezeigt: Durch weitere Vernetzungen wurde die Basis gestärkt und auf breitere Füße gestellt.

Für 2018 soll die Wissenschaftliche Diözesanbibliothek (Martinusbibliothek), mit der bereits Gespräche stattgefunden haben, zur Teilnahme eingeladen werden.

Auch alle anderen Mainzer Bibliotheken, Archive und Museen sind willkommen in der Solidargemeinschaft für den Notfall.

Ansprechpartner:

Dr. Annelen Ottermann
Leiterin der Abteilung Handschriften, Rara, Alte Drucke und Bestandserhaltung
Notfallbeauftragte
Telefon: +49 6131 12-2650
E-Mail: annelen.ottermannstadt.mainzde

Heribert Dörrhöfer
Bibliothekstechniker
Telefon: +49 173 1690219
E-Mail: heribert.doerrhoeferstadt.mainzde