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Briefkatalog des Peter-Cornelius-Archivs in Kalliope

Der bis 1975 von Dr. Fritz Kaiser erstellte maschinenschriftliche Briefkatalog des Peter-Cornelius-Archivs mit rund 2150 Briefnachweisen ist seit wenigen Tagen vollständig in die Datenbank „Kalliope“ übertragen. „Kalliope“ (nach der Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie und der Wissenschaft) ist der von der Staatsbibliothek zu Berlin betriebene überregionale Verbundkatalog für Nachlässe, Autographen und Archivbestände, hervorgegangen aus der 1966 gegründeten Zentralkartei der Autographen.

Der Nachweis der Bestände des Peter-Cornelius-Archivs in dieser von Forschern weltweit genutzten Datenbank ist ein lange verfolgtes Anliegen, das nun in einem ersten Schritt erfüllt ist. Auch die übrigen Teile der Sammlung (Gegenstände, Notizbücher, Druckwerke, Musikhandschriften) sollen in „Kalliope“ erfasst und damit für Interessierte besser auffindbar werden.

Das Peter-Cornelius-Archiv ist die international wichtigste und größte Sammlung an Eigenschriften des Mainzer Dichterkomponisten. Kern dieser Sondersammlung, die sich seit 1950 im Besitz der Stadtbibliothek befindet, ist der erweiterte Nachlass von Peter Cornelius (1824–1874). Der durch den Sohn Carl Maria Cornelius bereits ausgebaute Nachlass wird bis heute durch antiquarische Ankäufe seitens der Stadtbibliothek systematisch erweitert, so dass seit einigen Jahren nicht mehr von einem Nachlass gesprochen wird, sondern vom Peter-Cornelius-Archiv.

Die Forschungsrelevanz des Peter-Cornelius-Archivs kann gar nicht hoch genug geschätzt werden, denn Cornelius war tief verwurzelt in der „Kulturszene“ seiner Zeit. Er pflegte Freundschaften mit Paul Heyse, Hoffmann von Fallersleben und Friedrich Hebbel und war freundschaftlich mit Franz Liszt und Richard Wagner verbunden, mit denen er zeitweise eng zusammenarbeitete. Sein Dasein kann als gelebte Literatur-, Kunst- und Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden, in die die Materialien aus dem Peter-Cornelius-Archiv tiefe Einblicke bieten. Sie stehen der Forschung im vollen Umfang zur Benutzung im Lesesaal der Stadtbibliothek Mainz zur Verfügung.

Adresse

Frau Silja Geisler
Öffentlichkeitsarbeit, Sondersammlungen, Autographen und Nachlässe, Fachreferat, Musikbibliothek
Rheinallee 3b
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-2604
E-Mail
Silja.Geislerstadt.mainzde

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Montag:    10:00 - 12:30 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr
Dienstag:  10:00 - 12:30 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch:  10:00 - 12:30 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: geschlossen
Freitag:     10:00 - 13:00 Uhr
Samstag:   10:00 - 13:00 Uhr

Erreichbarkeit

Barrierefreier Zugang vorhanden.
Barrierefreier Eingang in der
Greiffenklaustraße über den Schulhof des Schlossgymnasiums. Bitte
klingeln.