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, 19:00 Uhr
Premiere

Von der Oder an den Rhein - Drei ostdeutsche Frauen bummeln durchs Land und prüfen die Schwerkraft der Verhältnisse

© ZDF
© ZDF

Die Mainzer Stadtschreiberin Annett Gröschner geht mit zwei Kolleginnen, Peggy Mädler und Wenke Seemann, auf eine entschleunigte Reise durch Deutschland. Nur mit Regionalzügen fahren sie von Frankfurt an der Oder nach Mainz am Rhein. Dabei erkunden sie, was dieses Land zusammenhält und polarisiert – eine Bestandsaufnahme der Gegenwart in Ost und West und eine lyrische Entdeckungsreise.

Prominente Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden im Rahmen des "Mainzer Stadtschreiber Literaturpreises" zu Filmemacherinnen und Filmemachern und setzen ein eigenes Thema mit ZDF und 3sat filmisch um.
Annett Gröschner und ihre Kollaborateurinnen überqueren auf ihrem Weg Flüsse und begegnen Menschen und Geschichten, die von Wandel, Widerstand und Hoffnung erzählen. Die Reise wird zur Erkundung der „Schwerkraft der Verhältnisse“: Wie prägen Geschichte und Gegenwart das Leben heute?

Ausgangspunkt ist Lebus an der Oder, Endpunkt Mainz am Rhein. Dazwischen: Orte, die für gesellschaftliche Bruchlinien stehen. In Grünheide, wo Tesla eine Gigafabrik errichtet hat, trifft Annett Gröschner die Aktivistin Manuela Hoyer, die im permanenten Kampf mit dem E-Auto-Giganten ist. Und das schon, seit dort 2020 angefangen wurde zu bauen, nachdem eine riesige Fläche Wald im Trinkwasserschutzgebiet dafür gerodet wurde. In Kirchmöser (Ortsteil von Brandenburg an der Havel) gehen die drei Frauen der Industriegeschichte nach, um dann in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) die Triebwagenführerin Sandy Weisske zu treffen. Sie nimmt Peggy Mädler mit auf eine kleine Fahrt durch das Mansfelder Land und erzählt von ihren Beobachtungen aus dem Zug und den besten Geschwindigkeiten des Lebens. Dem Thema „renovierte Platte“ widmen sich die drei Frauen in Leinefelde-Worbis (Thüringen), wo Plattenbauten modernisiert und renoviert worden sind. Nach Überquerung der ehemaligen Grenze DDR/BRD besuchen sie in Kassel das neue Kunstwerk „86 ° Walter Halit“. Es steht auf dem Regierungspräsidium als Mahnmal zur Erinnerung an zwei rechtsextremistische Morde. Und kurz vor Mainz spielt das Thema Autoindustrie noch einmal eine zentrale Rolle. In Rüsselsheim trifft Wenke Seemann den ehemaligen Betriebsrat Jürgen Cremer, der Jahrzehnte lang bei Opel gearbeitet und Aufschwung und Niedergang des Unternehmens miterlebt hat.

Die Dokumentation ist persönlich, poetisch und politisch. Sie verwebt Gespräche, Landschaftsbilder und literarische Reflexionen zu einer vielschichtigen Bestandsaufnahme Deutschlands jenseits der Klischees von Ost und West. Im Mittelpunkt steht nicht das Ankommen, sondern das Unterwegssein – langsam, fragend, offen.

Regie: Annett Gröschner 

Mit: Annett Gröschner, Peggy Mädler, Wenke Seemann 

Redaktion: Nike von Harrach, Dr. Susanne Becker

Ausstrahlung im TV: 

8. März, um 00:45 Uhr im ZDF

15.3., um 12:00 Uhr in 3sat 

Im ZDF-Streaming: 1. März 2026, ab 18:00 Uhr 

Hinweis

Karten an der Theaterkasse erhältlich. VVK: 7,00 Euro inkl. Verzehrpauschale

Veranstaltungsort

Staatstheater Mainz - Kleines Haus
Tritonplatz
55116 Mainz

Veranstalter

ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
ZDF-Straße 1
55127 Mainz
Telefon: 06131 70 -0

Preise

7,00

Verkaufsstellen

Abendkasse
Theaterkasse

Hinweis

Die Landeshauptstadt Mainz übernimmt keine Gewähr dafür, dass die im Veranstaltungskalender auf www.mainz.de aufgeführten Veranstaltungen wie angekündigt stattfinden. Bitte informieren Sie sich beim jeweiligen Veranstalter über eventuelle Absagen oder Terminverschiebungen.