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Sagen Sie mal, Herr Oberbürgermeister, …

... fällt die Fastnacht dieses Jahr ins Wasser?

Wer vorschlägt, die Fastnacht abzusagen, der könnte auch vorschlagen, nach Samstag ab jetzt immer gleich mit Montag weiterzumachen oder nach dem Frühling direkt mit dem Herbst. Die Fastnacht kann man nicht absagen, sie steht fest im Kalender wie Weihnachten. Sie ist Teil des Mainzer Lebensgefühls. Wir müssen sie dieses Jahr nur anders feiern. Aber ich bin sicher: Wir werden in Mainz zeigen und sehen, dass Fastnacht ist! Denn: Wenn wir uns in dieser Zeit nach etwas besonders sehnen, dann nach Lachen, Zerstreuung und Gemeinschaft – wenn auch nicht wie sonst schunkelnd im Saal, so doch verbunden über unser Brauchtum und unsere Traditionen. Die Fastnacht verbindet die Menschen – im gemeinsamen Engagement, über Sitzungen (in diesem Jahr im Internet), über die Orden, die Lieder und über so vieles mehr.

Deshalb ist es ein Glück, dass es die Fastnacht auch in diesem Jahr gibt. Dafür können wir uns bei vielen engagierten Menschen aus den Vereinen und Garden bedanken, die sich in den vergangenen Monaten viel Neues ausgedacht haben, damit die Kampagne 2021 uns Lachen, Zerstreuung und Gemeinschaft bringen kann – ganz nach dem Motto: „Trotz Corona segelt heiter – das Narrenschiff voll Hoffnung weiter“. So bleiben uns viele Traditionen erhalten, auch wenn in diesem Jahr natürlich alles anders ist. Aber es gibt zum Beispiel die Zugplakette und es gibt Motivwagen, die wir zwar nicht beim Zug anschauen können, aber die in der Stadt ausgestellt werden sollen. Und sie sollen sogar größer werden als normalerweise. Wir können Sitzungen online anschauen und das trotz Corona auch mit Freunden, denn parallel zur Sitzung kann man ja das Video-Telefonie-Programm am Computer laufen lassen oder sich hinterher beim Wein im Videochat über die Sitzung austauschen. Und sogar Ordensverleihungen per Drive-In hat diese Kampagne schon erlebt. Es wird „Mainz bleibt Mainz“ im Fernsehen geben, wenn auch ohne Publikum im Saal und ohne den Zusatz „wie es singt und lacht“. Der ist der aktuellen Situation zum Opfer gefallen. Aber wir hoffen natürlich trotzdem auf viel Lachen und darauf, dass das eine oder andere unsere Fastnachtslieder gesungen wird. Ich hätte da eins im Sinn, das in dieser Zeit besonders passen würde.

Und natürlich können wir – neben den Fastnachtsfahnen, die auch in dieser Kampagne wehen – alle auch selbst fastnachtliches Flair in die Straßen und Büros bringen. Wenn wir uns ohnehin auf den Weg ins Büro oder zum Einkaufen machen müssen, dann können wir auch mit vierfarbbunten Mützen, Hüten und Schals gehen. Und am Rosenmontag hat die Chefin oder der Chef sicher auch nichts gegen ein Kostüm im Büro einzuwenden.

Die Fastnacht fällt also ganz und gar nicht ins Wasser. Wir können sie dank des großen Engagements vieler Ehrenamtlicher feiern – anders als sonst natürlich, mit der notwendigen Vorsicht und im Einklang mit den Corona-Regeln. Aber ich bin sicher: Gerade die Fastnacht kann uns in diesen Tagen Trost spenden und uns versichern: „ist bald wieder gut“. Und einen Trost hält der Blick in den Kalender heute schon für uns bereit: Im kommenden Jahr geht die Kampagne zwei Wochen länger. Dann feiern wir wieder gemeinsam im Saal.

Ihr Michael Ebling

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